Tiergeschichten

Hallo, ich bin Asmara

 

 

 

 

 

 

und komme genau wie die anderen Hunde aus der Türkei. Zum Glück habe ich dort Lale und das Tierheim kennen gelernt, denn sonst wäre ich jetzt nicht hier... Ich will Euch kurz mal meine Geschichte erzählen, wie ich zu meiner neuen Familie gekommen bin, hier nach Asbach/Westerwald.

Los geht´s: Am 01.03.2004 kam ich in mein neues zu Hause nach Asbach/Ww. Der Tag war für mich sehr aufregend, denn ich ahnte ja noch gar nichts von meinem Glück!!!! Bis dahin war ich auf einer Pflegestelle in Schwäbisch Hall. Die Menschen waren auch sehr lieb zu mir und peppelten mich auf…. An dieser Stelle einen herzlichen Dank, denn sonst wäre ich nicht hier……. Also, es kamen am 01.03.2004 2 fremde Menschen zu mir nach Hause in die Pflegestelle. Die brachten gleich noch einen kleinen „Wirbelwind“

mit. Die fremden Menschen warteten draußen vor dem Haus und ich mußte in den Garten….. Auf einmal war da so ein kleiner Hund und 2 Menschen die riefen immer und immer wieder „Asmara“ komm mal her!! Aber irgendwie war mir das alles zu unheimlich und ich hatte wirklich Angst…. Ich konnte ja nicht ahnen, dass es so toll werden wird……Also machte ich mich erstmal in das nahe gelegene Gestrüpp und fing an Enten zu jagen….. In meinem Jagdeifer bemerkte ich nur am Rande, dass die Menschen irgendwas beredeten… Auf einmal wurde ich gelockt und wieder eingefangen, Ihr müßt wissen, ich konnte ja gar kein „Deutsch“ und habe die Menschen ja gar nicht verstanden, was die von mir wollten. Als ich dann eingefangen war, gingen wir ALLE ins Haus. Ich bekam sogar noch die Pfötchen gewaschen und kurz drauf eine eklig schmeckende Flüssigkeit (Ingwer) ins Maul gespritzt, ich glaube, es war dafür, dass es mir nicht übel wird beim Autofahren! AUTOFAHREN????? Ja, die zwei fremden Menschen nahmen mich mit!! Zusammen mit dem Wirbelwind, im Übrigen eine sehr starke Persönlichkeit, wurde ich in das Auto gesetzt und los ging`s. Oh, es war alles so unheimlich und ich war nervös!!! Die 2 Menschen, im Übrigen, Sandra mein neues Frauchen und Stefan mein neues Herrchen, redeten fast 3 Stunden lang ruhig mit mir und erzählten mir wo ich hinkommen werde. Ich hörte zu, auch wenn ich sie nicht verstand….Aber irgendwie waren diese Stimmen freundlich und vermittelten mir einwenig Sicherheit. Den Wirbelwind ließ das alles ziemlich cool, irgendwie hatte ich den Eindruck, dass sie das nicht so toll findet, dass ich auch in dem Auto sitze… Aber das sollte sich bald legen…… Auf der halben Fahrstrecke wurde es mir wieder so schlecht und ich sabbelte alles voll. Aber meine neuen Leute waren gar nicht bös darüber. Stattdessen redeten sie ruhig weiter. Irgendwie gefiel mir das, es war so vertrauenswürdig und ich dachte mir, die 3 wirst Du ganz doll lieb haben…….

Oh je, auf einmal hielt das Auto in einem Hof mit einem riesengroßen Garten und wenn ich Euch sag riesengroß, dann mein ich auch riesengroß. Das gefiel mir. Endlich durfte ich aussteigen. Jetzt wollte ich erstmal den Garten kennenlernen…Shiela, der Wirbelwind, ging einfach ins Haus aber das war mir zu unheimlich……ich rannte einfach schnell weg und versteckte mich im Gestrüpp. Meine neuen Leute riefen mich und riefen micht, aber ich verstand sie ja eh nicht und ich dachte mir, bleib besser ruhig, dann finden die Dich nicht.

Es funktionierte. Auf einmal hörten die Rufe auf und ich war alleine auf dem Grundstück!! Nun fasste ich mir ein Herz, getrieben von Neugier und beschnüffelte mein neues zu Hause!!!! Es roch soooooo gut und plötzlich war Shiela wieder da!! Juhu!! Aber wo waren Herrchen und Frauchen??? Aha, hinterm Fenster und beobachteten mich. Auch gut…Nach einer Weile wollte Shiela wieder ins Haus und diesmal dachte ich geh mal mit….

Und was mich da erwartete war noch viel schöner als draußen,

da hab ich auch lang genug gelebt!!!

Hier hatte ich mein Körbchen, genug zu fressen und eine neue Freundin, Shiela, gfunden… Schnell fühlte ich mich richtig wohl!!!! Meine Familie war sehr lieb zu mir und irgendwie packte mich irgendwann der Übermut und ich zerfraß das Telefonkabel und klaute einfach mal Kekse vom Tisch…Sehen wir mal ob Herrchen und Frauchen das auch so lustig finden wie ich….BESTIMMT. Aber da sollte ich mich geirrt haben…. Das fanden die gar nicht lustig und ich bekam meinen ersten Tadel. Aber der war nicht so schlimm und ich versuchte meinen Platz auf der hellen Ledercouch zu behaupten….Oh, auch da lernte ich meine Grenzen kennen…Eigentlich auch richtig. Ich habe doch ein sooooo kuscheliges Körbchen.

Inzwischen habe ich „Deutsch“ gelernt und versteh meine Familie auf Anhieb. So haben wir immer viel Spaß miteinander. Nur wenn ich alleine bleiben muß mit Shiela, bin ich so traurig und trotzig zu gleich. Ich mach dann im Haus immer ein furchtbares Durcheinander….Ich mach nichts kaputt aber eben Unordnung. Find ich nicht schlimm…Und inzwischen habe sich meine Leute auch daran gewöhnt. Räumen immer brav die Wohnung auf, wenn sie heimkommen….. Find ich gut. Ein Geheimnis mußte ich dann doch noch lüften…und darüber waren meine 2 gar nicht so glücklich.. ICH KANN NÄMLICH SELBER TÜREN AUF MACHEN..Shiela findet das auch klasse. Da sind wir ein richtiges Team. Nun eines Tages kamen meine 2 nach Hause und die Haustür stand auf und Shiela und ich waren im Garten. Ich fand es da eben mal schöner als im Haus. Sie hatten schnell begriffen, dass ich die Türen selber aufmache. Was soll ich Euch sagen, jetzt werden die Türen abgeschlossen…, SO EIN MIST!

Besonders liebe ich aber die ausgiebigen Joggingstunden mit meinem Herrchen. Da lauf ich immer mit durch den Wald und erfreu mich einfach meines Lebens…. Und was ich noch machen darf, und das mach ich am liebsten, auf das Haus, Shiela und auf meine Familie aufpassen!!!!!!! Denn hier geh ich nie mehr weg!!!

Euer Glückspilz Asmara

P.S. Wir wollen auch noch ein paar Worte an den Hunde in Not e.V. richten: Wir danken ALLEN die uns so einen „Traum“hund vermittelt haben. Wir sind sehr glücklich, auch wenn manchmal der Schalk in ihrem Nacken sitzt. Aber besonders DANKEN wir den „Engeln“ aus dem Istanbuler Tierheim, die mit ihrem Mut und mit ihrer Unbeirrtheit die Hunde von der Straße rettet und ihnen im Tierheim Sicherheit und eine Chance auf ein besseres Leben geben.

DANKE

Sandra und Stefan

10.01.2005