Tiergeschichten

Die Geschichte von Lisa

 

Es war für uns eine sehr traurige und einsame Zeit, vom 11. Januar bis 10. Februar 2002.

 Am 11. Januar mussten wir schweren Herzens unseren Charly einschläfern lassen, er war 14 Jahre alt und sehr krank.

 Nun wollten wir keinen Hund mehr.
Die Oma bekam Schwitzatacken und wir weinten fast um die Wette. Der Oma ging es immer schlechter und ich trug mich schon mit dem Gedanken, wieder einen Hund zu nehmen.
So sahen wir im Fernsehen die Sendung
"Herrchen gesucht".
Mich trieb es an den PC und suchte und suchte, aber es war kein Hund für uns dabei. Dann klicke ich die "Arche Noa" an und kam auf spanische Hunde (unser Charly war ein spanischer Dingo), aber auch dort war keiner für uns. Irgendwie kam ich auf ein Türkisches Tierheim.
Was dann geschah war seltsam:
Ich klicke mal die Hündinnen an und gleich die erste Hundemutter mit 6 Welpen gefiel mir total mit ihrem traurigen Blick.
Ich zeigte sie der Oma und Michael und wir entschieden uns sofort für sie.

 Ich rief die Kontaktadresse in Grefrath an
und wir machten gleich einen Termin aus.
Zu unserer Freude war die Hundemutter mit ihren Welpen schon 8 Tage in Deutschland bei einer ganz liebevollen Familie in Pflege.
Würde es die tierliebe Familie Sturm in Grefrath nicht geben, hätten wir die Lisa nicht bekommen.

 Ein Dankeschön an die Familie Sturm
und
ein Dankeschön an die Engel im Tierheim Istanbul.

 Am 10. Februar fuhren wir dann nach Grefrath
(300 km) von uns entfernt und holten unseren Schatz.

 Wir sahen dort nur noch 2 ihrer Welpen, die anderen waren schon bei ihren neuen Familien.

 Die liebe Familie Sturm luden uns zum Kaffeetrinken ein und dann traten wir die Heimreise an. Es war schrecklich dramatisch.
Am liebsten hätte ich noch den Sohn Theo von unserer Lisa mitgenommen, denn er weinte und wollte absolut mit ins Auto.
Auch Lisa war sehr aufgeregt und zitterte und weinte. Ich hielt sie 3 Stunden im Arm und beruhigte sie.

 Dann zu Hause angekommen, kam das nächste Drama: Sie wollte keine Treppe steigen, nicht in den Fahrstuhl und nicht in die Wohnung.
Wir mussten sie hineintragen und in ihr ganz neues Velourbettchen tragen. Sie nahm weder Essen noch Trinken an und zitterte nur.

 Aber als Michael von der Couch aufstand und aus dem Zimmer ging, ein Blick auf die leere Couch und hoppla war sie schon drauf.
Und so behauptet sie heute noch ihren Couchplatz im Wechsel mit Herrchen oder der Oma.

 Ihre große Angst hat sie nun schon ca. 90% abgebaut.
Aber bis zu ihrer Sterilisation im August war sie total verängstigt.

 Sie ist eine ganz liebe und lernbegierige Hündin und ebenso eine verspielte und verschmußte Maus.
Man braucht ihr nur einmal etwas verbieten und zwar mit ganz ruhigen Worten und schon klappt alles bei ihr.

 Um nichts in der Welt würde ich sie wieder abgeben.

Sie ist unser Schatz
unsere Lisa!!!

 

*Geht es Dir schlecht?

Die Menschen laufen davon,

aber ein Hund bleibt immer dein Freund.

Erst Recht in der Not!*

 

 Eure Ellen mit Lisa